Was macht das Register Oberhavel?


Das Register Oberhavel entstand 2011 im Rahmen der Umsetzung des Lokalen Aktionsplans für den Landkreis Oberhavel. Ursprünglich hieß es "Orabnienburger Register" und war für Oranienburg konzepiert. Mit dem Folgeantrag in 2012 wurde es auf den Kreis Oberhavel ausgeweitet und bekam so seinen neuen Namen. Es betreut und publiziert fortwährend eine Chronik welche diskriminierende  Vorfälle wie Überfälle, Beleidigungen und Propagandaaktionen aufzeigt. Dabei hört es nicht bei Rassismus, Homophobie, Antisemitismus oder Neonazismus auf, sondern meint auch die Herabwürdigung von Menschen mit Behinderung oder Sozialbenachteiligte.  Das Register Oberhavel stellt  jährlich seine Arbeit einer breiten Öffentlichkeit durch Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit vor und kann so einen Teil zur Sensibilisierung  der Bevölkerung und Multiplikatoren beitragen.Dabei hilft ein Netzwerk von Anlaufstellen, bei denen Vorfälle gemeldet werden können und Betroffene, sowie Zeug/innen Unterstützung erfahren.

Welche Ziele verfolgt das Register Oberhavel?

1. Sensibilisierung der Oberhaveler Öffentlichkeit, von Kommunalpolitik und Multiplikator/innen für rechte Aktivitäten und Propaganda sowie für Diskriminierungen.
2. Unterstützung der Betroffenen, indem ihre Erfahrungen und Erlebnisse sichtbar gemacht werden, sie Solidarität erfahren und andere Akteure auf die Problematik aufmerksam gemacht werden
3. Erstellung eines detaillierten Bildes über den Landkreis und sein politisches und soziales Klima, um der Entstehung von Angsträumen frühzeitig entgegensteuern zu können, indem:
4. Gemeinsam mit Akteuren vor Ort und mit Kommunalpolitik gemeinwesenorientierte Handlungsansätze entwickelt werden und demokratiefeindlichen Entwicklungen entschlossen entgegen getreten wird und
5. Die Vernetzung demokratischer Akteure im Landkreis befördert wird

Wie kann man das Register Oberhavel unterstützen?

Wir brauchen Ihre Mithilfe: Wir möchten alle, die Opfer von diskriminierenden Vorfällen werden, diese beobachten oder von ihnen erfahren, dazu ermutigen, die Anlaufstellen des Register Oberhavel aufzusuchen oder anzurufen.Wer neonazistische Plakate sieht,  antisemitische Parolen hört, kann sich ebenso dorthin wenden wie jemand, der/die im Restaurant aus rassistischen Motiven nicht bedient wird oder auf der Arbeitsstelle homophober Diskriminierung ausgesetzt ist.  Darüber hinaus freuen wir uns, wenn Sie eine Veranstaltung zum Register Oberhavel bzw. zu den inhaltlichen Themengebieten durchführen wollen. Melden Sie sich bei uns! Im Büro des FIBB e.V. finden sich Flyer und übersetzte Infomaterialien zum Register Oberhavel und zu verschiedenen Diskriminierungsformen, die gerne bei uns abgeholt und verteilt werden können.

Wie ist die Qualität der Meldungen?

Im Büro des FIBB e.V. werden die Meldungen gesammelt und überprüft, um den Inhalt richtig wiederzugeben. Hierzu zählt unter anderem die Überprüfung von Straßen(-kreuzungen) der Vorfallsorte, Nachfragen (soweit möglich) bei Unklarheiten und ggf. Nachrecherche bei genannten Vorfallsorten bzw. der Polizei. Wir versuchen durch den Einbezug vieler Quellen unsere Informationen auf ein möglichst breites Fundament zu stellen. Dennoch können wir die sachliche Richtigkeit aber nicht immer letztgültig klären, so dass die inhaltliche Verantwortung bei den genannten Quellen liegt.

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